Singakademie Dresden

Der Kammerchor

Weitere Themen:

Der Kammerchor besteht gegen­wärtig aus etwa 45 Sängerinnen und Sängern. Notenkenntnisse, gutes Vom-Blatt-Singen sowie die Bereitschaft zu intensiven Proben und Stimmbildung sind Voraus­setzung für die Mitgliedschaft.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht das für kleinere Besetzungen vor­ge­sehe­ne Repertoire von der Renais­sance bis heute. Besonderes Augenmerk gilt der Pflege der a-cappella-Literatur.

Die Proben werden vom künstlerischen Leiter Prof. Ekkehard Klemm und seinen Assistenten geleitet. Daneben finden Registerproben - auch unter der Leitung von Studentinnen und Studenten der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber” - statt. Parallel zu den Proben gibt es das Angebot der Stimmbildung.

Probe ist immer am Donnerstag, 18:30 Uhr
 
Probenort:
Aula des Wirtschaftsgymnasiums „Dr. Zeigner”, Melanchtonstraße 9, 01099 Dresden
Leitung:
Prof. Ekkehard Klemm
Christiane Büttig, Christopher Schmitz (Assistenten)
Katrin Klemm (Korrepetition)
KS Brigitte Pfretzschner, Egbert Junghanns, Jana Hansel (Stimmbildung)

Zur Arbeit des Kammerchors

A Cappella

Was die Kammermusik für ein Sinfonieorchester bedeutet, stellt das A-cappella-Singen für einen Chor dar: es ist die ständige Pflege des besonders sensiblen Reagierens, Aufeinander-Hörens, der flexiblen Stimmgebung und des sauberen Intonierens.

Der Kammerchor der Singakademie arbeitet dabei ebenso an weltlicher (Madrigale, Lieder von Brahms, Schumann bis hin zum Volkslied) wie geistlicher Literatur (Motetten, Passionen, Messen von Schütz über Bach bis zur Moderne).

In Vorbereitung sind u.a. ein Abend mit dem Titel "Mariengesänge", in dem Motetten mit Marientexten von Josquin, Palestrina, Schütz, Purcell, Verdi, Pärt und Rautavaara erklingen, ein Passionskonzert mit Werken von Obrecht und Schütz sowie die Lukas-Passion von Rudolf Mauersberger (gemeinsam mit dem Großen Chor).

Bach-Pflege

Einen besonderen Schwerpunkt bildet für den Kammerchor die Pflege der Oratorien von Johann Sebastian Bach.
Hierbei setzt die Singakademie auf den besonderen Akzent, stellt der Johannes-Passion die von Arvo Pärt gegenüber, durchbricht die Kantaten des Weihnachtsoratoriums mit liturgischer Musik aus Armenien oder stellt dem Magnificat die Uraufführung der "Confessio saxonica" von Manfred Weiss gegenüber. Geplant sind u.a. auch die Messe A-dur in Verbindung mit einer Kantate Jörg Herchets und der Psalmensinfonie von Stravinski.

Barock und Klassik - Dresdner Repertoire

Mit Haydns "7 Worten des Erlösers am Kreuz" stand zu Beginn der Amtsübernahme von Ekkehard Klemm ein wichtiges Werk der Wiener Klassik auf dem Programm, das in seiner Besonderheit eine Linie selten zu hörender Werke begründete. Hierzu zählen z.B. das "Stabat mater" von Franz Schubert oder im Jubiläumsjahr 2009 auch "Die letzten Dinge" von Louis Spohr.
Mit Erfolg setzte sich der Kammerchor für Werke Dresdner Komponisten ein: im 800. Jahr (2006) der Stadt Dresden prägten Dresdner Komponisten die Konzerte. In maßstabsetzender Weise wurden bspw. die Messen von Carl Maria von Weber mit einer Uraufführung ("3 in 1" von Ekkehard Klemm) gekoppelt. Der Clou: sowohl die beiden Messen als auch das neue Werk wurden auf historischen Instrumenten musiziert.

Moderne

In stärkerem Maße widmet sich der Kammerchor auch der Herausforderung neuer Musik. Werke von Pärt, Britten, Schnittke, Denissow, Herchet, Rautavaara, Terterian und anderen sind in letzter Zeit erklungen.

Aufführungsorte sind verschiedene Dresdner Kirchen (Kreuzkirche, Lukas, Heilig-Geist, Friedenskirche Radebeul) sowie zahlreiche Orte der sächsischen Region, so z.B. das Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau.
Reisen unternahm der Kammerchor in der Vergangenheit u.a. in die USA, nach Finnland, Frankreich und Polen.