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Singakademie Dresden |
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a-cappella vom Feinsten |
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Lukaspassion von der Singakademie DresdenMareile Hanns / DNN, 02.03.2010, 09.03.2010 Er sei "zwangsläufig zum sogenannten Komponisten geworden", schrieb der 25. evangelische Kreuzkantor Rudolf Mauersberger 1953. Sicher stand sein Kantorenamt immer an erster Stelle. Doch die Nöte der letzten Kriegsmonate und die Zerstörung Dresdens, die den Dresdner Kreuzchor existentiell bedrohten, spornten seine kompositorischen Aktivitäten zwischen 1944 und 1948 entscheidend an, sein Klangideal beim Dresdner Kreuzchor immer vor sich.
Dass auch gemischte Chöre Mauersbergers Kompositionen authentisch zu Gehör bringen können, wird immer wieder einmal belegt - so auch jetzt durch die Singakademie Dresden mit der im Januar 1947 innerhalb von nur zwölf Tagen entstandenen Lukaspassion. Durchkomponiert bedient sie den Typ der motettischen Passion, ohne Solisten, dafür mit dem Hauptchor auf der Orgelempore und dem kleinen Chor auf dem Altarplatz, dem die Christusworte obliegen. Es ist ein sehr kontrastreiches Werk -aus Mauersbergers liturgischem Verständnis heraus geboren die schlichten Choralruhepunkte, die mit der äußerst plastischen Schilderung des Passionsgeschehens (was für heftige, brisante Turbae!) wechseln. Dazu kommt noch die eigenwillige, schnörkellose Version der Christusworte.
Eine Stunde reiner a-cappella-Gesang, nicht ein einziges Instrument, das eine Stimmgruppe auffangen könnte -für einen Laienchor, um den es sich bei der Singakademie ja handelt, eine extra große Herausforderung. Doch der Chef des Chores, Ekkehard Klemm, noch selbst Kruzianer unter Mauersberger, kennt sich natürlich aus in dessen bildhaften Kompositionsstil und Absichten. Dazu hat er in den vergangenen Jahren die Singakademie Dresden stimmlich, gestalterisch und in ihren klanglichen Möglichkeiten wieder auf ein sehr hohes Niveau gebracht. Und so durfte man sich an einem völlig ausgewogenem Klang des Hauptchores freuen, an stimmlicher und ausdrucksmäßiger Wandelbarkeit, an vorzüglicher Artikulation und Prägnanz. Das war durchhörbarer a-cappella-Gesang vom Feinsten, fast ohne intonationsmäßige Kratzer. Völlig problemlos schaffte es der Chor, den unmittelbaren Wechsel zwischen gestalterischer Kraft und Sinnfälligkeit der Schilderung des Leidens Christi und den wundervollen, innehaltenden Chorälen zu vollziehen, alles sorgfältig differenziert. Welch wildes Geschrei erhob sich da in den "Kreuzige"-Rufen, wie mild erklang der wohlbekannte Choral "Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld" und was für milden Trost spendete der Satz "Machs mit mir Gott, nach deiner Güt". Die im Christuschor vereinten Ensembles des Kinderchores der Singakademie und von Sinus Vocal gaben ihrem Part Ausdruckstiefe und kristalline Klangschönheit. Insgesamt eine beeindruckende Aufführung!
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